IHS-Workshop „Hochschule – Gesellschaft - Transformation“ Datum: , Thema: Workshop
Beim diesjährigen IHS-Präsenzworkshop in Berlin stand die Rolle der Hochschulen bei der Gestaltung aktueller Transformationsprozesse im Mittelpunkt. In Diskussionen und Vorträgen reflektierten die Teilnehmenden ihre Rollen in den Transformationsfeldern Digitalisierung, gesellschaftlicher Wandel und Nachhaltigkeit.
Der Präsenzworkshop im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ fand im Mai 2025 an der Berliner Hochschule für Technik (BHT) statt.
Nach einer Begrüßung durch den Vizepräsidenten der BHT, Prof. Dr. Joachim Villwock, und Ministerialdirigent Peter Greisler vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) führte der Wuppertaler Oberbürgermeister Prof. Dr. Uwe Schneidewind mit einer pointierten Keynote in den Workshop ein. Prof. Dr. Schneidewind setzt sich als Oberbürgermeister und ehemaliger Leiter des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie mit Fragen des transformativen Wandels aus kommunalpolitischer und wissenschaftlicher Sicht auseinander. Seiner Ansicht nach sollten Hochschulen als Orte „transformativer Wissenschaft“ die aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen aufgreifen und den Transfer von ihrer „Third Mission“ zur „First Mission“ machen.
Im Anschluss an die Keynote bekamen die rund 80 Teilnehmenden in zwei Best-Practice-Vorträgen einen Einblick in die IHS-Projekte ZukunftStadt und TrICo. Lisa Jakobi (ZukunftStadt) stellte die verschiedenen Projektansätze zur Mitgestaltung der Stadtgesellschaft vor und lud zur Besichtigung des Maker Space „Glasbox“ der BHT ein. In ihrem Vortrag zeigte sie, dass der Anteil der hochschulexternen Besucher seit der Eröffnung der Glasbox im Jahr 2022 stetig gestiegen ist und mittlerweile überwiegt.
In einer Podiumsdiskussion „Zwischen Elfenbeinturm und Motor des Wandels: Hochschulen in gesellschaftlichen Transformationsprozessen“ tauschten sich Praxispartner mit Vertreterinnen und Vertretern der geförderten Hochschulen aus. Prof. Dr. Sylvia Heuchemer von der Technischen Hochschule Köln plädierte für eine dialogische Entwicklung von Forschungsfragen und Transferthemen auf Augenhöhe mit gesellschaftlichen Akteuren. Das gemeinsame Arbeiten an innovativen Lösungen solle ergebnisoffen und transdisziplinär gestaltet sein und zudem eine reflektive Fehlerkultur zulassen. Als Beispiel verwies sie auf das Reallabor, das im Rahmen des IHS-Projekts „Co-Site“ an der TH Köln entstanden ist.
An beiden Tagen diskutierten die Teilnehmenden in Formaten des kollegialen Austauschs zudem angeregt darüber, welche Erwartungen außerhochschulischen Akteure an die Hochschulen haben und wie diese mit den projekteigenen Erwartungen und Zielen in Einklang gebracht werden können. Wie gelingt es, das gegenseitige Vertrauen zu stärken, um einen Austausch und in der Folge in eine stabile Zusammenarbeit zu etablieren? In einer Troubleshooting-Session wurden abschließend gemeinsam Lösungen für typische Herausforderungen erarbeitet, die in den Projekten im thematischen Kontext von Transformationsprozessen entstehen.