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IHS-Workshop „Wege zur transferfreundlichen Hochschule“ in Kassel Datum: , Thema: Workshop

Am 9. und 10. Juni 2026 lud das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Projektteams der Innovativen Hochschulen in die Räumlichkeiten der Universität Kassel ein, um über die Entwicklung von Transferkompetenzen, Wissensmanagement und Transferkultur zu diskutieren.

Gruppenfoto von oben in einem Lichthof eines Hauses
Gruppenbild der Teilnehmenden des Workshops „Wege zur transferfreundlichen Hochschule“. Quelle: Anja Köhler

Die transferfreundliche Hochschule hat nicht nur Strukturen, die zu einem guten Transfer beitragen, sondern fördert eine Transferkultur, vermittelt Transferkompetenzen und setzt vielfältige Werkzeuge ein, um Mitarbeitenden Transferwissen effizient zur Verfügung zu stellen. In den Fachvorträgen, Arbeitsgruppen und einer Fishbowl-Diskussiontauschten sich die Teilnehmenden gemeinsam zu diesen Themen aus und erfuhren zudem, wie die Sustainable Development Goals (SDGs) in Kassel mit den IHS-Praxispartnern angegangen werden.

Keynote: Wer Transfer will, muss Klavierspielen lernen

Den Auftakt bildete die Keynote „Wer Transfer will, muss Klavierspielen lernen" von Dr. Isabel Roessler vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Dr. Roessler argumentierte, dass Transferfreundlichkeit nicht durch gelegentliche Einzelaktivitäten entsteht, sondern eine systematische Kultur, Strukturen und kontinuierliche Übung erfordert, vergleichbar mit dem Erlernen eines Musikinstruments. Denn „die größte Herausforderung“ [im Transfer] “ ist die Verstetigung und Etablierung einer echten Transferkultur“, erklärte Dr. Roessler.

In den folgenden Workshops, Vorträgen und Diskussionen wurden zentrale Aspekte der Transferkompetenzentwicklung und des Wissensmanagements behandelt. Der zweite Veranstaltungstag widmete sich der praktischen Verankerung von Transferkultur an den Hochschulen. In einer Fishbowl-Diskussion wurden unterschiedliche Ansätze der Hochschulen vorgestellt, wie beispielsweise das strukturierte Onboarding neuer Professoren mit Transferbezug. Die Teilnehmenden waren mit großem Engagement dabei und führten in ihren Beiträgen aus, dass Anreiz- und Anerkennungssysteme, das richtige Mindset der Mitarbeitenden oder die Qualitätssicherung ebenso wichtige Elemente einer guten Transferkultur sind.

Der Workshop endete mit Spaziergängen in kleinen Gruppen, die Einblicke in das Projektnetzwerk des IHS-Projekts SDGplusUniKassel gaben und vielfältige Transferformate erfahrbar machten.