IHS-Kompakt: Ansätze für rechtliche Sicherheit im Open Innovation-Prozess Datum: , Thema: Workshop
Open Innovation (OI) ist ein Ansatz zur Stärkung der Innovationsleistung durch die planvolle Beteiligung von Stakeholdern am Innovationsprozess. Anhand von fünf Szenarien zeigten die Partner aus dem IHS-Projekt GROWTH, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen für den OI-Prozess gestaltet werden können.
Das IHS-Projekt GROWTH implementiert partizipative Transformationsprozesse und Innovationsmethoden über Organisationsgrenzen hinweg. Dabei liegt der Fokus auf kooperativen Innovationsprozessen mit Unternehmen, Forschungsinstituten, Kunden und Lieferanten.
Wie geht man mit dem eingebrachten Know-How um, wenn eine Person aus dem OI-Prozess ausscheiden möchte, diese aber nicht aus der eigenen Organisation kommt? Dieser und anderen Fragen gingen Dr. Pamela Wehling und ihre beratenden Rechtsanwälte aus dem Projekt GROWTH im Dezember 2025 im IHS-Kompakt nach. Dazu haben sie für die unterschiedlichen Phasen des OI-Prozesses, wie beispielweise die Anbahnungs-, die Konzeptions- oder die Entwicklungsphase, fünf Klärungsfälle entwickelt. Die Klärungsfälle zeigen auf, welche Rechte und Pflichten die Beteiligten haben und wie eine rechtliche Gestaltung der Rahmenbedingungen dazu beitragen kann, möglichen Konfliktkonstellationen in der Zusammenarbeit präventiv entgegenzuwirken.
Als Empfehlung gaben sie den rund 30 Teilnehmenden mit auf den Weg, frühzeitig im OI-Prozess eine Verschwiegenheitsvereinbarung (non—disclosure agreement, kurz NDA) zu unterzeichnen und einen rechtlichen Rahmen für alle Beteiligten im Prozess zu vereinbaren.
Die Referenten verwiesen zudem auf einen Artikel unter dem Titel „Ansätze für rechtliche Sicherheit im Open Innovationprozess“ in der Zeitschrift „Transfer & Innovation“, Ausgabe 3, 2024, in dem die vorgestellten Ansätze noch einmal im Detail nachgelesen werden können.