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06.11.2019 | s:ne

„s:ne Update Symposium 2019“: Anwendungsorientierte transformative Forschung – Fragen und Perspektiven

Eingang zum „s:ne Update Symposium 2019“ (Quelle: Schader-Stiftung)
Eingang zum „s:ne Update Symposium 2019“ (Quelle: Schader-Stiftung)

Rund 75 bundesweite Experten und Projektbeteiligte folgten am 24. Juni 2019 der Einladung in die Schader-Stiftung – Partner im Vorhaben „s:ne“ der Hochschule Darmstadt –, um sich über die anwendungsorientierte transformative Forschung auszutauschen. Im Mittelpunkt standen sowohl Anforderungen als auch Hemmnisse gegenüber transdisziplinären Forschungsprojekten, die in Richtung Nachhaltige Entwicklung abzielen.

Um gesellschaftliche Veränderungsprozesse zu initiieren und nachhaltig zu gestalten, müssen anwendungsorientierte transdisziplinäre Projekte das Zusammenspiel zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Bürgerschaft, Politik und Verwaltung gut koordinieren. Welche Chancen oder konkreten Umsetzungsprobleme daraus entstehen, diskutierten die Teilnehmenden bei der geschlossenen Veranstaltung von „s:ne – Systeminnovationen für Nachhaltige Entwicklung“ in Darmstadt, das seit 2018 im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert wird. Beim „s:ne Update Symposium 2019“ wurde auf Basis von Implusvorträgen in kleinen Werkstattgesprächen diskutiert, welche Erfahrungen in der Forschung und in der praktischen Zusammenarbeit sowie Umsetzung gesammelt wurden. Der Ansatz von „s:ne“ sieht dabei ein 3-Stufen-Modell vor: In der ersten Stufe werden zunächst Begegnungen initiiert, die dann auf der nächsten Stufe verstetigt werden, um ein gemeinsames Problemverständnis zu entwickeln, aus dem eine Forschungs- beziehungsweise Transferfrage formuliert wird. Dieser Prozess soll schließlich dazu führen, Lösungen zu entwickeln und zu erproben, die in der letzten Stufe umgesetzt werden. Dabei kommt es auf die Verständigung auf eine gemeinsame Frage an, die für alle als richtungsweisend gilt und bereits eine Rollenklärung für die einzelnen Partner beinhaltet. Dies geht weit über das gemeinsame Problemverständnis hinaus.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit und gemeinsame Zielvorstellungen
Als einen wesentlichen Erfolgsfaktor für anwendungsorientierte Transferprojekte definierten die Teilnehmenden, dass die für das Gelingen des Vorhabens verantwortlichen Akteure von Anfang eingebunden und ein gemeinsames Ziel vor Augen haben müssen. Zentral ist dabei auch, sich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit einzulassen. Dies ist speziell vor dem Hintergrund verschiedener Arbeits- und Innovationskulturen nicht selbstverständlich und muss geübt werden, quasi ein sozialer Lernprozess für die Beteiligten. Hierfür müssen Wissenschaft und Praxis ihre eingeübten Denk- und Handlungsmuster überwinden, um richtige Systeminnovationen zu ermöglichen. Dem iterativen Vorgehen kommt hier eine maßgebliche Rolle zu: Die große Systeminnovation entsteht oft erst, wenn kleine Probleme nach und nach gelöst werden. Auch Schleifen tragen zur Zielerreichung bei. Diskutiert wurde zudem die Bedeutung einer gemeinsamen Sprache und wie wichtig es ist, die Begrifflichkeiten vorab zu definieren.

Zum Schluss des Symposiums waren sich alle einig: Es gibt noch weiteren Austauschbedarf, damit aus der anwendungsorientierten Perspektive eine gemeinsame Wissensbasis für Veränderungsprozesse in Richtung Nachhaltige Entwicklung entstehen kann. Deshalb tauschen sich die Akteure aus dem Kreis der nationalen und internationalen Community einmal jährlich zu einem Schwerpunktthema über ihre Praxiserfahrungen aus. 2020 soll der thematische Fokus auf der Zielerreichung und den Indikatoren liegen. 

 

Zum Bericht auf der Webseite der Schader-Stiftung

Zum Bericht auf dem Nachhaltigkeitsblog der Hochschule Darmstadt

Zur Vorhabenseite von „s:ne“

Zum Veranstaltungsvideo vom Schader-Forum zum „s:ne Update Symposium 2019“

Zum Erklärvideo der Hochschule Darmstadt zu „s:ne“

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