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10.09.2018 | IfB-PHW

Eröffnungsfeier von „IfB-PHW“: Bildungsangebote dort etablieren, wo das formale Bildungssystem endet

Prof. Dr. Karin Schweizer, Projektleiterin und Prorektorin für Forschung und Weiterbildung an der PH Weingarten, stellte die sechs Teilprojekte zum Auftakt von „IfB-PHW“ vor (Quelle: PH Weingarten)
Prof. Dr. Karin Schweizer, Projektleiterin und Prorektorin für Forschung und Weiterbildung an der PH Weingarten, stellte die sechs Teilprojekte zum Auftakt von „IfB-PHW“ vor (Quelle: PH Weingarten)

Die Kick-off-Veranstaltung des Projektes „IfB-PHW“ fand am 29. Juni 2018 an der Pädagogischen Hochschule (PH) Weingarten unter Beteiligung zahlreicher Gäste statt. Zeitgleich ging die Webseite des in diesem Rahmen gegründeten und namengebenden Instituts für Bildungsconsulting (IfB) online.

Im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Ländern getragenen Förderinitiative „Innovative Hochschule“ baut die PH Weingarten ein regionales Institut für Bildungsconsulting auf – das Herzstück von „IfB-PHW – Transfer für Bildung und Wissen in die Zivilgesellschaft der Region Oberschwaben“. Ziel ist es, Studium, Forschung und gesellschaftlich relevante Aufgaben – Bildungsgerechtigkeit, Geschlechtergleichstellung, Diversität, Flüchtlinge, Inklusion, Medienerziehung, Gesundheitsfragen, Umweltschutz, Demokratie, Kultur u.v.m. – in einer gemeinsamen Transferstrategie für die Region Oberschwaben miteinander zu verknüpfen und in die Gesellschaft zu tragen. Anlässlich des Auftakts überbrachte Matthias Graf von Kielmansegg, Ministerialdirektor im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), seine Glückwünsche und hob die Besonderheit des Vorhabens hervor: „Mit Ihrem Projekt zum Transfer aus den Erziehungs- und Bildungswissenschaften in die Gesellschaft werden Sie neue und kreative Wege der Kooperation erproben. Das wird und soll auch beispielgebend sein für andere Hochschulen aus Ihrem Bereich!“

Bildung für alle und mit allen
Das IfB wird als Querschnittsbereich in der Hochschule verankert und Projekte des sogenannten Community-based Research (CBR) mit einer Forschungsbasis in den Erziehungs- und Bildungswissenschaften ermöglichen. CBR heißt, dass die Hochschule die Forschungsfragen für Projekte direkt von den Partnern aus der Zivilgesellschaft bezieht, während die Ergebnisse in unterschiedlichen Formen wieder in die Gesellschaft einfließen. Die Community-Partner – neben Personengruppen aus der Zivilgesellschaft etwa auch Organisationen der Gemeinde (z.B. Vereine, Schülerhilfe, Psychologische Beratungsstelle) – sind somit gleichwertige Projekt-Akteure und zugleich Untersuchungsgegenstand der CBR-Projekte. Übergeordnetes Ziel ist es, dort Bildungsangebote zu etablieren, wo formal das Bildungssystem nicht mehr zuständig ist. Die Lösungen und Modelle, die im Institut gemeinsam mit den Praxispartnern erarbeitet werden, sollen insbesondere auch jene Zielgruppen fördern, die weniger Chancen und Ressourcen für Bildung haben als etwa bürgerliche Kreise. Hierfür bringt das IfB sechs Teilprojekte zusammen: Arbeitsstelle für Lernschwierigkeiten im Schriftspracherwerb, didaktische Servicestelle Ernährungsbildung, regionale Diagnose- und Förderzentren für Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten im MINT-Bereich, Medienkompetenzzentrum, Professionalisierung von Pädagoginnen und Pädagogen sowie ein geplantes Social Entrepreneurship Lab Oberschwaben.

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