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26.11.2019 | menschINbewegung

„Mensch in Bewegung“ veranstaltet Zukunftsforum Klima & Nachhaltigkeit

Mithilfe eines Brettspiels kamen die Gäste beim Zukunftsforum ins Gespräch über Optionen für einen nachhaltigeren Alltag. (Quelle: Katrin Poese/“Mensch in Bewegung“)
Mithilfe eines Brettspiels kamen die Gäste beim Zukunftsforum ins Gespräch über Optionen für einen nachhaltigeren Alltag. (Quelle: Katrin Poese/“Mensch in Bewegung“)

Ein Vortrag eines ehemaligen Bundesumweltministers, Spannendes aus der Forschung und Workshops: Über 300 Interessierte haben am 11. November 2019 das Zukunftsforum Klima & Nachhaltigkeit des Vorhabens „Mensch in Bewegung“ an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) besucht. Die Gäste konnten sich über die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz informieren und selbst mitdiskutieren.

„Wir sind gemeinsam für unsere Zukunft verantwortlich“, sagte die Präsidentin der KU Prof. Dr. Gabriele Gien bei ihrer Begrüßung in der Aula. Mit Veranstaltungen wie dem Zukunftsforum wolle das im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschulen“ geförderte Projekt „Mensch in Bewegung“ der KU und der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) „die Gesellschaft mit ins Boot holen“. Oberbürgermeister Andreas Steppberger sagte für den Mitveranstalter Regionalmanagement IRMA, die Kooperation mit „Mensch in Bewegung“ sei „absolut fruchtbringend“, gerade beim Thema Nachhaltigkeit, für das man Netzwerke brauche.

In seinem Festvortrag ließ der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer das Publikum an seiner Erfahrung teilhaben. Zur Frage, was man konkret für Nachhaltigkeit tun könne, sagte er, Deutschland müsse als technologisch hochentwickeltes Land neue Techniken vorantreiben, die Energieversorgung oder Mobilität sicherstellten. Dennoch warnte er vor überzogenem Technik- und Fortschrittsglauben: „Wir wachsen eigentlich nur noch an der Beseitigung der negativen Auswirkungen vorangegangenen Wachstums.“ Suffizienz, also ein „genug ist genug“, sei ein wichtiger Teil der Lösung.

Gelegenheit zum Mitdiskutieren und Impulse aus der Forschung

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik kamen Aspekte des Klimaschutzes von innovativer Mobilität bis Nachhaltigkeit in der Gastronomie zur Sprache. Das Publikum konnte mit dem Smartphone über die Online-Plattform „Tweedback“ individuelle Fragen stellen, die der Moderator ans Podium weitergab.

Am Nachmittag diskutierten die Gäste in unterschiedlichen Workshops weiter: Angeboten wurden eine Zukunftswerkstatt über Themen von Smart Health bis autonomem ÖPNV, eine Spiel- und Gesprächsrunde über Optionen für einen nachhaltigeren Alltag, ein Planspiel mit der Simulations-Software „Sustain 2030“ der Firma iCondu zur Anwendung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen auf die Region, ein Austausch über die Möglichkeiten des Klimanotstands mit der Netzstelle RENN.süd und eine Lehrerfortbildung über Bildung für nachhaltige Entwicklung an Schulen.

Mitnehmen konnten die Gäste zudem Anregungen aus der Forschung: Eine Posterausstellung mit Themen von Gletscherschwund über Auenlandschaft bis hin zu nachhaltigem Konsum und ein Vortrag der KU-Professorin Prof. Dr. Susanne Jochner-Oette über Herausforderungen in der Klimaforschung informierten die Besucherinnen und Besucher über aktuelle Forschungserkenntnisse.

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