Neuigkeiten
09.06.2020 | Innovative Hochschule

Krise gleich Stillstand? – Von wegen! Viele der geförderten „Innovativen Hochschulen“ starten in Corona-Zeiten sogar noch zusätzliche Aktivitäten

Der Mund-Nasen-Schutz ist in Corona-Zeiten zur Normalität geworden. (Bildnachweis: ©candy1812 - stock.adobe.com)
Der Mund-Nasen-Schutz ist in Corona-Zeiten zur Normalität geworden. (Bildnachweis: ©candy1812 - stock.adobe.com)

Gesellschaftliche Herausforderungen anpacken gehört zum täglich Brot vieler „Innovativer Hochschulen“. Zusammen mit den vielerorts bereits erfolgreich etablierten bzw. ausgebauten Netzwerkstrukturen der Hochschulen sind die Voraussetzungen perfekt, um in Zeiten der Corona-Pandemie etwas zu bewegen. Und genau das tun die geförderten Hochschulen: Von der Masken-Produktion bis zur Organisation von Hackathons ist alles dabei.

Rundum die Uhr im Einsatz – das trifft in den letzten Wochen sicherlich auf einige 3D-Drucker zu. Mit dabei sind solche der Makerspaces und Fablabs der „Innovativen Hochschulen“: Vom „IDEENREICH“ der Hochschule Flensburg im hohen Norden bis zum ostbayrischen Innovationslabor „Machbar“ engagieren sich deutschlandweit zahlreiche von Bund und Ländern geförderte Hochschulen, indem sie Schutzmasken und Visiere produzieren. Die zum sächsischen Hochschulverbund Saxony5 gehörende Hochschule Zwickau ging sogar noch einen Schritt weiter und entwickelte ein Notfallbeatmungsgerät, das ebenfalls mittels 3D-Druck produziert werden kann. Neben diesen technischen Lösungen gibt es auch Ideen rund um einfache Stoffmasken – beispielsweise an der Universität Potsdam, wo Studierende zum einen selbst Masken nähen und zudem eine Online-Plattform entwickelt haben, die eine Spende von Masken an verschiedenste Einrichtungen ermöglicht.

Der Hackathon der Bundesregierung „WirVsVirus“ wurde zum Vorbild

Einzelne „Innovative Hochschulen“ wurden im Zuge der Corona-Krise zu Unterstützern oder sogar (Mit-)Organisatoren von Hackathons. Coburg contra Corona ist einer davon: Über 100 Interessierte nahmen sich 70 Challenges vor, aus denen bereits innovative Lösungsideen hervorgingen, wie spezielle Hebel zum berührungslosen Öffnen von Türen. Eine Onlineplattform für den virtuellen Besuch von kulturellen und öffentlichen Einrichtungen Jenas ist eines der Resultate des „Jena vs. Virus Camps“, welches u. a. von der FSU Jena unterstützt wurde. Ein hochschulübergreifender Hackathon extra für Studierende wurde von den Hochschulen Augsburg und Kaiserslautern mit organisiert. Das Team von TransferTogether der Pädagogischen Hochschule Heidelberg rief den sogenannten EduThon ins Leben, bei dem Challenges im Kontext von Homeschooling im Fokus standen.

Homeoffice, Kontaktverbot, Quarantäne – das kann je nach persönlicher Situation unterschiedlichste Probleme mit sich bringen. Aus dem Kreise der „Innovativen Hochschulen“ kommt Hilfe. Beispielsweise soll der Blog „Lichtblicke“ des Projekts s_inn Bürgerinnen und Bürgern dabei unterstützen, hoffnungsvoll zu bleiben. Hierzu wurden positive Erlebnisse, Gedanken und Informationen zu hoffnungsbringenden und mutigen Initiativen zusammengetragen. Die TH Ingolstadt hat die Aktion „Corona-Brieffreundschaften“ initiiert, der folgende Idee zugrunde liegt: Freiwillige schreiben Briefe an Personen, die in Betreuungseinrichtungen leben, um diesen in ihrer Isolation etwas Ablenkung zu verschaffen. Der Vereinsamung, speziell älterer Menschen, soll auch das Angebot des Projekts TransInno_LSA entgegenwirken. Der Verbund rund um die Hochschule Harz bietet Telefonsprechstunden zur Smartphone-Nutzung an und möchte dadurch insbesondere Seniorinnen und Senioren ermöglichen, mit ihrer Umwelt in Kontakt zu bleiben.

Nur die Spitze des Eisbergs?

Die hier genannten Beispiele sind lediglich einzelne, öffentlich wahrnehmbare Aktivitäten der „Innovativen Hochschulen“ im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Das Engagement der von Bund und Ländern geförderten Hochschulen und der dort beschäftigten Personen geht weit darüber hinaus. Egal ob mit Hilfe von Fördermitteln oder auf Basis von rein privatem Engagement – die Aktivitäten der Innovativen Hochschulen in Corona-Zeiten können sich sehen lassen.

Unsere Website verwendet Cookies und die Analytics Software Matomo. Mehr Information OK