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16.06.2020 | Campus to World, Innovative Hochschule

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg übergibt 30 Gesichtsschilde an die GFO Kliniken Bonn

Übergabe der Gesichtsschilde: Vizepräsident Udo Scheuer (H-BRS), Daniela Kreuzberg (Kaufm. Direktorin), Christian Blume (H-BRS), PD Dr. Birgit Terjung (Ärztliche Direktorin), Jonas Gaumert (Pflegerische Leitung), (v. l., Quelle: Hochschule BRS).
Vizepräsident Udo Scheuer (H-BRS), Daniela Kreuzberg (Kaufm. Direktorin), Christian Blume (H-BRS), PD Dr. Birgit Terjung (Ärztliche Direktorin), Jonas Gaumert (Pflegerische Leitung), (v. l., Quelle: Hochschule BRS).

In Zeiten der Corona-Pandemie werden Schutzmaßnahmen großgeschrieben. Aufgrund der starken Nachfrage ist die dafür nötige Ausrüstung allerdings teilweise immer noch knapp. Eine Aktion des Projekts "Campus to World" hat diese Problematik aufgegriffen: Mitarbeitende der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg entwickelten in Zusammenarbeit mit der Medizinproduktesicherheit der GFO Kliniken Bonn Gesichtsschilde - und dabei war Kreativität gefragt.

Frau Dr. Daniela Kreuzberg, Kaufmännische Direktorin der GFO Kliniken Bonn, im St. Josef Hospital Beuel nahm vergangene Woche 30 Gesichtsschilde von Mitarbeitenden der Hochschule Bonn-Rhein-Seig entgegen. Derartige Produkte sind seit Ausbruch der Corona-Pandemie sehr gefragt, weshalb auch die notwendigen Ausgangsmaterialien zur Herstellung aktuell teilweise nicht erhältlich sind. So wurde dem an der gemeinsamen Entwicklung beteiligten Christian Blume vom Institut für Technik, Ressourcenschonung und Energieeffizienz der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg früh klar, dass beim transparenten Teil des Schutzschilds improvisiert werden muss, da die üblicherweise hierfür verwendete PET-G-Folie in der erforderlichen Stärke nicht erhältlich war. Die Lösung: Stattdessen nutzte er Laminiertaschen. Für die untere Wölbung sorgt unterdessen eine gedruckte blaue Verstärkungslippe. Die Halterungen der Visiere wurden mit einem 3D-Drucker der Hochschule produziert. Bei dem verwendeten Material handelt es sich um blau gefärbtes Polyethylenterephthalat (PET), das mit Glykol modifiziert wurde. Dadurch ist es für den 3D-Druck besonders geeignet. Durch ein Knopflochgummiband kann die Weite der Visiere beim Aufsetzen individuell verstellt werden.

Dringend benötigte Schutzausrüstung als Ausgangspunkt für weitere Kooperation?

„Die Visiere sind kein Ersatz für Masken“, erklärte Dr. Daniela Kreuzberg. Als primärer Schutz der Atemwege dienen dem medizinischen Personal Atemschutzmasken der Schutzklassen FFP 2 und FFP 3, die Augen schützen geeignete Schutzbrillen. Kreuzberg ergänzte, es gebe allerdings klinische Situationen, in denen ärztliches und pflegerisches Personal einer extremen Gefahr durch Blut- und Sekretspritzer ausgesetzt sind. Hierzu zählt sie beispielsweise Intubationen, Bronchoskopien, aber auch die Geburtshilfe im Kreißsaal. Häufig bleiben trotz FFP-Schutzmasken und Brille Bereiche frei. Auch in der Patientenaufnahme werden Gesichtsschilde eingesetzt, erläuterte Jonas Gaumert, Pflegerischer Leitung. Kreuzberg hob hervor, dass in der jetzigen Situation, in der geeignete Schutzausrüstung nicht oder kaum beschafft werden könne, die Spende der Hochschule sehr willkommen sei. Die Aktion entstand aus dem Projekt „Campus to World“, das durch die Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert wird.

Dr. Udo Scheuer, Vizepräsident Innovation und Regionale Entwicklung der Hochschule, sprach bei der Übergabe der Schutzschilde weitere Möglichkeiten einer Kooperation an. Ansatzpunkte wären Themen wie Ethik oder Prävention. Auch seitens der Kliniken ist man interessiert, an diesen Auftakt anzuknüpfen.

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